Pressemitteilung zur gestrigen Demonstration

Pressemitteilung

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Düsseldorf, den 27.11.2016

500 Menschen demonstrieren gegen angedrohte Abschiebungen nach Afghanistan

Am gestrigen Samstag protestierten rund 500 Menschen in der Düsseldorfer Innenstadt gegen die Darstellung Afghanistans als sicheres Land. Afghanische Erwachsene, Kinder sowie ein breiter zivilgesellschaftlicher Unterstützer_innenkreis verurteilten geplante Abschiebungen in das zentralasiatische Kriegsland.

Eine Rednerin des Bündnisses „Nedaje Afghan – Afghanischer Aufschrei“ klagte an, dass in Afghanisten allein im ersten Halbjahr diesen Jahres über 1.600 Zivilist_innen getötet und mehr als 3.500 verletzt wurden. Erst in den letzten Tagen habe es unter anderem in den als sicher erklärten Regionen z.B. um Mazar-i-Sharif und Kabul mehrere blutige Anschläge mit etlichen Toten gegeben. Sie forderte die Verantwortlichen in der Bundesregierung auf, diese Realität nicht weiter zu leugnen.

Die Demonstrierenden erreichten mit ihrem Protest zahlreiche interessierte Passant_innen und forderten mit Nachdruck einen sofortigen Abschiebestopp. Bei Kundgebungen auf der Königsallee und dem Johannes-Rau-Platz redeten unter anderem Vertreter_innen des Refugee Strike Bochum, der Industriegewerkschaft BAU und des Landesverbandes der Partei Die Linke NRW, die die Forderungen der Afghan_innen bekräftigten.

Das Düsseldorfer Bündnis kündigte an, seinen Protest fortzusetzen und die drohenden Abschiebungen nicht zuzulassen.

Im Oktober 2016 hatte die Bundesregierung unter dem Dach der EU-“Geberkonferenz“ eine Rücknahmevereinbarung mit Afghanistan getroffen.

Weitere Informationen unter:

www.afghanischer-aufschrei.de
www.facebook.com/nedajeafghan

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Oliver Ongaro, STAY! – Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative: 0171 53 58 494
A. Massoud, Bündnis Afghanischer Aufschrei: 0173 99 01 904

e-mail: afghanischer-aufschrei@riseup.net

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