Pressemitteilung / Einladung zur Pressekonferenz (für Sa, 26.11. um 13Uhr)

Pressemitteilung/ Einladung zur Pressekonferenz

-> doc. Datei

Düsseldorf, den 24.11.2016

Geflüchtete protestieren gegen angedrohte Abschiebungen nach Afghanistan!

Am Samstag, den 26. November 2016 protestieren afghanische Geflüchtete und Unterstützer_innen aus Düsseldorf und NRW unter dem Motto „DAS NENNT IHR SICHER??? – Keine Abschiebungen in Kriegsgebiete! Keine Abschiebungen nach Afghanistan!“ gegen die angedrohten Rückführungen nach Afghanistan. Auftakt der Demonstration ist um 13 Uhr vor dem DGB-Haus in Düsseldorf.

Auf der Brüsseler Geberkonferenz für Afghanistan wurden der Regierung Afghanistans 13 Milliarden Euro Entwicklungshilfe durch die EU zugesagt. Im Gegenzug sollen 80.000 Afghanen aus Europa, davon allein 40.000 aus Deutschland zurückgeführt werden.
Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen diversen „Warlords“, den Taliban, dem afghanischen und internationalen Militär lassen nach wie vor kein sicheres ziviles Leben in dem Land zu. Allein im ersten Halbjahr 2016 starben bereits 1.600 Zivilisten durch die allgegenwärtige, willkürliche Gewalt und mehr als 3.500 wurden verletzt. Dies sind die höchsten Opferzahlen seit 2009. Überdies kommt es in verschiedensten afghanischen Städten und Provinzen immer wieder zu Entführungen, politischen Morden und Anschlägen auf verschiedene Einrichtungen. Wie beispielsweise erst vor drei Tagen, als bei einem Anschlag auf eine Moschee in Kabul mindestens 27 Menschen getötet und dutzende Menschen verletzt wurden. „Allein in den letzten 22 Tagen sind durch sechs Attentate in drei verschiedenen Provinzen Afghanistans über 100 Zivilisten ums Leben gekommen“, erklärt A. Massoud von dem Düsseldorfer Bündnis Nedaje Afghan – Afghanischer Aufschrei. Die UN spricht von aktuell ca. 2 Millionen Binnenflüchtlingen.

In Düsseldorf haben nun selbst Familien mit Kindern bereits Ausreiseaufforderungen erhalten. Doch auch für so genannte „junge, alleinreisende Männer“, die oftmals bereits als Minderjährige aus Afghanistan fliehen mussten, gibt es keine Zukunft in dem Kriegsland. Sie müssten dort, wie alle anderen auch, unter akuter Lebensgefahr und in existenzieller Not leben. Zudem sind sie von Zwangsrekrutierungen für eine der kämpfenden Parteien bedroht, die seit Jahren für ein weiteres Andauern der Kriegshandlungen sorgen.
„Es verstößt gegen jede menschliche Ethik, Menschen in ein Kriegsgebiet abzuschieben“, so A. Massoud.

Zahlreiche Initiativen, wie der DGB und Einzelpersonen unterstützen die Proteste.

Wir fordern einen sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan!

Pressekonferenz
mit von Abschiebung bedrohten Geflüchteten
am Samstag, 26.11.
um 13.00 Uhr
vor dem DGB-Haus
Friedrich-Ebertstr. 34
Düsseldorf

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Oliver Ongaro, STAY! – Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative: 0171 53 58 494
A. Massoud, Bündnis Afghanischer Aufschrei: 0173 99 01 904

e-mail: afghanischer-aufschrei@riseup.net

Weitere Informationen unter:

www.afghanischer-aufschrei.de
www.facebook.com/nedajeafghan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.