Hintergrundinformationen


Auf dieser Seite findet Ihr Verweise auf gute Hintergrundberichte und Quellen zu den Themen:

Übergreifendes +++ Lebenssituation und Sicherheitslage in Afghanistan +++ Berichte und Beiträge zur Situation afghanischer Asylsuchender in Deutschland +++ Informationen zur Rücknahmevereinbarung der EU mit Afghanistan


 

10-minütiges sehr aktuelles Video und Videoskript von ARD Fakt „Kritik an geplanten Rückführungen nach Afghanistan“:

„Experten und Asyl-Organisationen kritisieren die beabsichtigte Abschiebung von abgelehnten afghanischen Asylbewerbern in ihr Heimatland. Die Lage in dem zentralasiatischen Land sei nach wie vor unsicher, sagten Vertreter des Afghanistan Analysts Network (AAN) und von „Pro Asyl“ dem ARD-Magazin FAKT. Auch aus der Grünen-Bundestagsfraktion kommt Kritik an der geplanten Abschiebung von afghanischen Asylbewerbern. Seit September dieses Jahrs sind 12.539 afghanische Staatsbürger ausreisepflichtig, da ihre Asylanträge in Deutschland abgelehnt worden sind.“

 

Blog von Edris Joya, eines in Deutschland tätigen afghanischen Journalisten, Regisseurs und Photographen, der dort über die Situation in Afghanistan und die afghanischer Geflüchteter in Deutschland schreibt

 

Beiträge von Thomas Ruttig über Afghanistan auf Afghanistan Zhaghdablai (Deutschland in Afghanistan)

 


Lebenssituation und Sicherheitslage in Afghanistan

Um sich einen Überblick über die Situation in Afghanistan zu verschaffen und Zusammenhänge besser verstehen zu können, empfehlen wir die 40-seitige Broschüre von PRO ASYL:
„Afghanistan: Kein sicheres Land für Flüchtlinge. Eine Recherche zur politischen und ökonomischen Situation im Land, zur Sicherheitslage und zur Situation der Flüchtlinge“

 

Der aktuellste Bericht des UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees) zur derzeitigen Sicherheitslage in Afghanistan (Dezember 2016) und De Maizières Reaktion (Januar 2017) sind …hier nachzulesen

 

Ein Artikel der New York Times über das Schicksal von nach Afghanistan abgeschobenen Menschen inmitten der Gewalt: „A Deported Afghan Boy Returns to a Land Nothing Like Home
„In early September, a suicide bomb blew out the windows in Kabul’s Roshan Plaza Hotel, which was full of recent deportees from Norway. >> A flower pot hit my younger daughter in the head,<< said Mirwais Basharpal, 38, who was there with his wife and four young children. >> My kids keep asking, ‘Why have you brought us here?’<< (…) “How safe Afghanistan is!” said Afghanistan’s minister of refugees and repatriation, S. Hossain Alemi Balkhi, with obvious sarcasm. “We all know that Kabul is so safe, the safest place in Afghanistan. So please ask those Norwegian diplomats if Kabul is so safe, is there anywhere outside your embassy where you can go to safely?”

 


Berichte und Beiträge zur Situation afghanischer Asylsuchender in Deutschland

PRO ASYL fordert Geflüchtete aus Afghanistan und ihre Berater*innen auf, nicht vorzeitig die Hoffnung auf eine Asylanerkennung zu verlieren und kritisiert die auf Abschreckung zielende Benachteiligung afghanischer Geflüchteter in Deutschland: „Hinweise für afghanische Flüchtlinge und ihre Berater*innen“

 

Gut recherchierter Artikel zur innenpolitischen Strategie zur Senkung der Schutzquoten und Anerkennungschancen der asylsuchenden Afghan_innen von ZEIT ONLINE: „Thomas de Maizière will, dass weniger Flüchtlinge aus Afghanistan nach Deutschland kommen. Interne Dokumente zeigen: Dafür setzt er auch das zuständige BAMF unter Druck“.

 


Informationen zur Rücknahmevereinbarung der EU mit Afghanistan

Die Vereinbarung mit der afghanischen Regierung 80.000 Geflüchtete wieder aufzunehmen, beruht auf dem Unter-Druck-Setzen durch die Europäischen Union, im Austausch für dringend benötigte humanitäre und Entwicklungshilfe: “Trading the return of people who reached the EU to seek asylum to one of a country that is still clearly unstable, for vitally needed humanitarian and development aid is sordid and immoral,” said Amnesty International’s Afghanistan researcher Said Horia Mosadiq. “This was a bullying manoeuvre to wash their hands of their responsibilities to Afghans at home and in Europe.”

 

„Noch am 26. September 2016 beantwortete die Bundesregierung (konkret das Bundesinnenministerium) eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Luise Amtsberg nach einem „Rückführungsabkommen“ mit Afghanistan, dass ein solches bilaterales Abkommen weder bestehe noch „seitens der Bundesregierung derzeit geplant“ sei.“ aus dem Beitrag  „Unverzügliche“ Umsetzung eines nicht-existierenden Afghanistan-Abschiebe“abkommens“ von Thomas Ruttig

 

Abschlussbericht „Joint Way Forward on Migration Issues“ von der Geberkonferenz der europäischen Außenminister*innen zu Afghanistan, Anfang Oktober 2016

 

Geleaktes Dokument des Rats der Europäischen Union vom März 2016, in dem die Abschiebevorhaben und -verfahren der EU konkretisiert wurden

 

Ein kurzes Video, das die Kriegsgeschichte in Afghanistan seit 1978 grob umreißt: „Afghanistan: Schlachtfeld des Westens„- Afghanistan: Battlefield of the western countries – افغانستان میدان جنگ کشورهای غربی